Ich weiß, dass ich öfters darum gebeten wurde, meine Zeichnungen und sonstigen Kunst-Arbeiten hier zu zeigen und ich habe immer auf das Schuljahresende verwiesen.. tja, und das ist nun. Am letzten Schultag duften wir unsere Kunstmappen mit nach Hause nehmen und gleichzeitig auch ein bisschen Erinnerung an die Kunststunden, die mir wohl mit Abstand mehr Spaß gemacht haben als alle anderen Unterrichtsstunden. Viel konnte ich nicht abfotografieren, da manche Arbeiten in der Schule aushängen etc., aber ich denke, für einen kleinen Einblick genügt es. Auf dem ersten Bild seht ihr ein paar Skizzen, auf dem zweiten eine Collage aus verschiedenen Zufallstechniken und Collagematerialien à la Max Ernst (diese Aufgabe habe ich übrigens auch im Kunstabi gewählt), das dritte Bild sollten wir mit verschlossenen Augen zeichnen und das vierte Bild zeigt eine Zusammenstellung von verschiedenen Abbildungen und Details eines Turnschuhs. Für die Collage durften wir ein Thema frei wählen, meine zeigt das Thema Homo Faber, und ja ich weiß, für viele mag das Bild einfach nur wirr und unsinnig wirken, aber in meinem Kopf macht es Sinn 😀

1. Ein paar Naturaufnahmen, die ich vor ca. 2 Wochen gemacht habe. Schade, dass man nicht die Wärme, den süßen Blütengeruch und das Bienensummen mit in die Bilder einfangen kann. Ich mag die Fotos irgendwie ganz gern, sie sind so hell, bunt und strahlend, voller Farbe, Leuchtkraft und Lebendigkeit; genau das, was einem in den vielen, kalten und tristen Wintermonaten gefehlt hat.
2. Das nach-Abi-Leben ist super. Befreiend. Aufregend. Man tankt Energie. Hat Spaß. Faulenzt. Aber es ist gleichzeitig auch anstrengend. Viel Alkohol und wenig Schlaf sind nicht gut für meinen Körper. Manchmal fühlt man sich ausgelaugt und könnte am besten 30 Stunden schlafen, so wie ich jetzt gerade. Und das schlimmste: Man verliert das Zeitgefühl, hat keine Ahnung welcher Tag ist, hat seine Termine nicht mehr im Kopf. Da werde ich ja immer gleich panisch. Ich bin eben ein Terminkalender-Suchti, und sobald ich den Überblick verliere, bin ich vollkommen überfordert. Manchmal komme ich mir ein bisschen vor wie Jane aus „Ein verrückter Tag in New York“, haha..
3. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man plötzlich feststellt, dass die Dinge sich ändern. Die negativen Dingen an sich selbst, die man jeden Tag mit sich herumgeschleppt hat, die einem den Kopf zerbrechen, einen schwach werden lassen. Die einfach lästig sind. Plötzlich merkt man, dass man einen Schritt nach vorne gemacht hat und ein Stückchen mehr über die schlechten Eigenschaften, die man immer loswerden wollte, hinweg sehen kann. Man lässt es einfach hinter sich und lässt sich nicht mehr durch kleine, fiese Biester, die in den Gedanken sitzen und einem das Leben schwer machen, beeinflussen. Man sagt sich: Hey, wozu das ganze? Das solltest du dir gar nicht antun. Das brauchst du nicht. Warum machst du es dir so schwer? Man hat sich bestimmen lassen von Selbstzweifeln und Ängsten, aber auf einmal ist man ein Stückchen stärker als sie. Weil man erkennt, es ist grundlos. Irgendwie grundlos. Wobei die Zweifel wahrscheinlich für immer in einem schlummern werden, irgendwo tief in der Seele, wo sie kleine Verletzungen hinterlassen, die für immer bleiben.
4. Ich habe meinen Kleiderkreisel-Account wieder etwas aufgefüllt: klick! Schaut auch mal bei meinen Freundinnen vorbei: hier und hier.
5. Es ist furchbar, wenn Freundschaften auseinandergehen. Wenn es so eine starke Freundschaft war, die zusammengehalten hat. Denn es gibt so wenige Menschen, auf die man zählen kann; die niemals leere Versprechen machen, man von ihnen geachtet wird, ja die beinahe schon so sorgsam mit einem umgehen, dass man auch lernt, es zu schätzen. Und von einem Tag auf den anderen ist es vorbei. Nie wieder. Die Person ist ausgelöscht, komplett verschwunden aus dem Leben, wo sie einen doch jahrelang begleitet hat. Und man denkt immer wieder an die Zeit zurück. Und man vergisst diese Zeit nie, weil sie besonders war, und die Gedanken zerstören einen manchmal und da sind überall nur Fragen, Fragen, Fragen, nichts als Fragen. Was diese Person macht. Wie es dieser Person geht. Ob ihr etwas passiert ist. Ob sich ihr Leben geändert hat. Und man malt sich aus, wie die Zukunft der Person aussehen wird, ob diese Person an einen genauso denkt oder ob sie die Zeit vielleicht sogar vergessen hat. Was wäre, wenn. Und man fragt sich, warum Menschen auseinandergehen und auseinandergerissen werden, obwohl sich sich einst doch so gutgetan haben.
6. Ich bin im Moment so verrückt. Verrückt nach Kochen und nach Lippenstiften, jawoll. Ich könnte meinetwegen abwechselnd einen Tag daheim verbringen, um ein Rezept nach dem anderen auszuprobieren, und am nächsten Tag im Douglas, um mich mit allen möglichen Lippenstiften in allen erdenklichen Farben einzudecken.
7. Neid macht Menschen hässlich. Vor allem, wenn sie aus Neid Hass entwickeln und versuchen, diesen Hass auf andere Menschen zu projizieren. Es gelingt ihnen nicht. Es zeugt nur davon, dass sie schwach sind. So schwach. Dass sie so sehr träumen, diese Person zu sein, weil sie all das hat, was die Neider nicht haben. Es zeugt davon, nicht reif zu sein, nicht zufrieden zu sein, mit dem was man hat; es zeugt von Egoismus und Missgunst und seine eigenen Schwächen überspielen zu wollen. Es zeugt von Hilflosigkeit und Erbärmlichkeit, wenn man andere mithineinzieht und so arm dran ist, die Person auch bei anderen in den Dreck zu ziehen. Ich hasse Neider.
8. Ich habe eine wunderbare Freundin und ich könnte die Welt dafür umarmen, dass ich sie kennenlernen durfte. Wann hat man schon das Glück, einem liebenswürdigen Menschen zu begegnen, der einen wirklich versteht, einem wirklich zuhört, jemand, der wirklich daran interessiert ist, was man zu erzählen hat. Wann trifft man schon auf einen Menschen, mit dem man sich noch stundenlang weiter unterhalten will, weil man einfach nicht aufhören kann, sich gegenseitig aus dem Leben zu erzählen, egal was es auch ist. Und jedes Gespräch ist Balsam für die Seele.
9. Ich hasse Ungewissheit und Unsicherheit. Wenn man nicht weiß, woran man ist. Wenn die Dinge irgendwie keinen Sinn machen. Wenn man nicht darauf kommt, was dahintersteckt. Wenn man nicht weiß, was richtig oder falsch ist. Wenn man Angst hat, einen falschen Schritt zu gehen, ein falsches Wort zu sagen, eine falsche Bewegung zu machen. Wenn man Angst vor Zurückweisung, vor Enttäuschung, vor einem Fall in die Tiefe hat.
10. In ca. 2 Stunden sitze ich vor einer Pizza und einem leckeren, eiskalten Cocktail und bin einfach glücklich.